Auf ein Wort: Der Neuwieder Knuspermarkt

Liebe Mitglieder des Aktionsforums, liebe Geschäftsfreunde, liebe Kollegen.

Regelmäßig zu Ende des Jahres tauchen in den verschiedenen Portalen der sozialen Medien kleine Grafiken auf, auf denen angebliche Beweise für die zunehmende Islamisierung unseres Abendlandes zu finden sind. „Lichterfest? Ich feiere St. Martin“, „Wintermarkt? Gehe ich nicht hin. Ich gehe nur auf den Weihnachtsmarkt“, „Knuspermarkt? Für mich bleibt das ein Weihnachtsmarkt.“
So fallen auch jedes Jahr die Besucher der einschlägigen Seiten im Internet wieder und wieder über die Bezeichnung „Knuspermarkt“ für den Neuwieder Weihnachtsmarkt her.
Wir möchten hier nochmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass diese Bezeichnung weder etwas mit den bei uns lebenden Menschen aus anderen Kulturkreisen, anderen Kontinenten, anderen Ländern oder mit anderen Religionen zu tun hat und auch nicht denen zu Liebe geändert wurde, sondern einzig und allein gewählt wurde, um dem dem Kind aus marketingtechnischen Gründen einen anderen Namen zu geben.
Wer sich erinnern mag, weiß, dass vor einigen Jahren der Neuwieder Weihnachtsmarkt ein schlechtes Image hatte, sowohl in, als auch außerhalb der Neuwieder Stadtgrenzen. Enttäuschung über lieblos bestückte Verkaufsbuden, keine Attraktionen, sehr begrenzte Größe und Verkaufsware, die mit dem Gedanken des Weihnachtsfestes absolut nicht, und auch mit größter Fantasie nicht in Beziehung oder Einklang gebracht werden konnten. Besonders erinnern wir uns vielleicht an 3D-Bilder, auf denen kämpfende Soldaten und Panzer abgebildet waren. Auch sie standen neben Adventskränzen, Kerzen und gebrannten Mandeln zum Verkauf. Schlechte Stimmung, schlechte Presse, gerade in den Leserbriefen, schlechte Laune und wenig Zuspruch waren damals an der Tagesordnung.
Nach einigen Änderungen in der Organisation, die dem privaten Betreiber dann auch eine effektive Kooperation mit der Stadt Neuwied, besonders die des Amtes für Stadtmarketing, bot, hat man sich zusätzlich entschlossen, dieser Veranstaltung einen anderen Namen zu geben, um quasi bei Null anfangen zu können.Zu der Zeit war von Flüchtlingskrise, Pegida, Islamisierung oder Ähnlichem noch keinerlei Rede. Einzig und allein aus Marketinggründen, man kann es nicht oft genug schreiben, ist der Name zu Knuspermarkt geändert worden. Dazu kamen die von der Firma APA gestalteten Knusperhäuschen, die heute noch dort stehen, und nach und nach hat sich dieses Fest, das alljährlich sechste Großereignis in der Neuwieder City, zu dem entwickelt, was es heute ist: Ein rundum gelungener Knuspermarkt, der über 4 Wochen den Luisenplatz belebt und inzwischen wieder Gäste von nah und fern anzieht.

In diesem Sinne: Freuen Sie sich auf den Knuspermarkt, auf die Glühweine und auf viele nette Gespräche mit Kunden und Kollegen. Wir sehen uns!

Mit freundlichen Grüßen aus dem Aktionsforum Neuwied e.V.,

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