Aus der RZ: Die Mitte der Deichstadt neu beleben

Ideen: Aktionsforum Neuwied informiert sich über zahlreiche Projekte zum Thema Netzwerk Innenstadt

Von Regine Siedlaczek, RZ Kreis Neuwied vom Freitag, 5. Oktober 2018

Neuwied. Belebt, sauber, sicher und abwechslungsreich: So sollte eine Stadt sein. Und diese Ziele verfolgt auch Neuwied. Pünktlich zur jährlichen Mitgliederversammlung des Aktionsforums Neuwied nutzten daher Nina Porz von der Planungsabteilung des Stadtbauamts und Citymanagerin Julia Wiederstein die Gelegenheit, um zahlreiche Projekte rund um das Netzwerk Innenstadt vorzustellen, und die anwesenden Gewerbetreibende auf den neuesten Stand in Sachen Innenstadtentwicklung zu bringen.

Insgesamt 56 Projektsteckbriefe galt es zu erläutern, die in sieben unterschiedliche Bereiche aufgeteilt waren. „Nach unserem Auftakttreffen, zu dem rund 220 Personen gekommen waren, haben wir sieben Arbeitsgruppen gebildet“, erklärte Wiederstein. So arbeite man derzeit an den Bereichen Handel und Gewerbe, Gebäude und Wohnen, Sicherheit und Sauberkeit, Mobilität und Verkehr, Kunst und Kultur, Image und Kommunikation sowie an der Gestaltung des öffentlichen Raums. „Alle Arbeitsgruppen wollen durch ihr Engagement in den unterschiedlichen Teilbereichen die Innenstadt mit Leben füllen“, betonte die Citymanagerin. Schon jetzt zeichne sich ab, dass man auf einem guten Weg sei.

Einer der wichtigsten Aspekte der Innenstadtbereicherung ist der Umgang mit Leerständen. So gebe es zahlreiche Ideen, wie mit dieser Entwicklung umzugehen sei: „Es wurde zum Beispiel überlegt, leer stehende Ladenlokale für Ausstellungen zu nutzen“, berichtete Julia Wiederstein. Auch sei geplant, die Innenstadt zum Beispiel durch kleinere Veranstaltungen zu beleben, die Marktzeiten für Berufstätige anzupassen und öffentliche Bereiche, wie zum Beispiel den Theatervorplatz oder den Bereich vor dem Heimathaus, zu verschönern und dadurch attraktiver zu gestalten.

Ein weiterer großer Aspekt rund um das Netzwerk Innenstadt betrifft den Gebäudebestand. Dieser ist zum Teil leer stehend, zum Teil stark sanierungsbedürftig. „Wir wollen den Gebäudebestand erhalten und das Leben in der Stadtmitte wieder aufwerten“, erklärte Nina Porz. So gebe es zum Beispiel unterschiedliche Fördermöglichkeiten.

Zur Aufwertung und Belebung der Innenstadt gehören allerdings auch Themen wie Sauberkeit, Sicherheit, Mobilität und Verkehr. Und hierbei gehe es vor allem darum, soziale Brennpunkte zu entschärfen, auf ein regelmäßiges Leeren von Papierkörben zu achten und über ein geschlossenes Radwegenetz nachzudenken.

„Wir befinden uns aktuell zwischen der Konzeptions- und der Umsetzungsphase“, sagte Nina Porz von der Planungsabteilung des Stadtbauamts. Sie wisse, dass es noch eine Weile dauern könne, bis die ersten Maßnahmen tatsächlich fertig seien. Schließlich seien nicht selten politische Beschlüsse notwendig, um mit Veränderungsmaßnahmen zu beginnen.

Um auch den Bürgern die unterschiedlichen Projekte und Ideen näherzubringen, soll am Samstag, 20. Oktober, eine Ausstellung auf dem Luisenplatz stattfinden. Dort halten Nina Porz und Julia Wiederstein alle Informationen rund um das Netzwerk Innenstadt bereit.

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