In eigener Sache – von Martin Lenzen: Plakate in der City

Gestern war es wieder soweit, bin wieder durch die Neuwieder Innenstadt gezogen, um die Plakate für die chocolART vom 5.-7.April an den Mann, an die Frau oder ins Geschäft zu bringen. Und wer jetzt glaubt, das sei doch ganz einfach und reine Blödmannsarbeit (sorry…), sieht sich doch schnell getäuscht.

Zunächst möchte ich mich ausdrücklich und herzlich bei allen bedanken, die das Plakat für ihr Geschäft, für ihren Laden, gerne genommen haben und mir mit einem kleinen Schwätzchen eine Stimmungslage gegeben oder mir ihre Sorgen ausgedrückt haben. Danke.
Kritisieren und ins Gewissen reden möchte ich hiermit aber allen anderen, die mir immer wieder sagen: „Darf ich nicht aufhängen“, „Will ich nicht“, „Interessiert mich nicht“. Liebe Leute, wir leben in einer für den stationären Einzelhandel schwierigen Zeit. In allen Innenstädten und Fußgängerzonen unserer Republik wird es weniger und die Frequenz dünner. Überall heißt es, es müsse mehr los sein, mehr Aktivitäten, mehr Feste, mehr Veranstaltungen, um Menschen in die Städte zu bringen. Und jetzt kommt so eine tolle Veranstaltung wie die chocolART nach Neuwied, so wie ich das verstanden habe in der Größe des Currywurstfestes, von der jeder in der City profitieren kann, weil mal wieder viele Menschen, Gäste, Kunden in der Stadt sein werden und ich Trottel bekomme derartige Absagen, was ein kleines Plakat angeht. Kann es das sein? Sollten wir nicht zumindest bei den großen Festen: Currywurstfest, Gartenmarkt, Neuwied-Classics, Neuwieder Markttage, dem Knuspermarkt und jetzt der chocolART mal zusammenhalten und gemeinsam werben? Ist es nicht möglich mal an einem Strang zu ziehen, anstatt sich immer zu beschweren, dass nichts los sei?
Ich weiß, dass manche Filialleiterinnen und -leiter in einer Zwangslage stecken und sich an strikte Vorgaben halten müssen. Aber kann man nicht mal „oben“ anfragen und zumindest die großen Sechs (siehe oben) mal bewerben? Kurz vor Weihnachten haben wir extra dafür einen Brief an die Bezirksdirektionen herausgegeben und Ihnen in die Filialen getragen, mit der Bitte um Weitergabe……

Liebe Filialleiterinnen und -leiter, seien Sie so gut und fragen Sie doch mal eine Stufe höher an, ob es nicht auch im Interesse Ihrer Vorgesetzten ist, dass der Laden läuft. Ein kleines Plakat aufhängen kann doch so schwer nicht sein. Und wenn es nicht ans Fenster soll, was ich persönlich sogar gut verstehen kann, dann richten Sie doch eine kleine Infoecke im Laden ein, in der gelangweilte, wartende oder umherirrende Kunden sich vielleicht kurz über städtische Aktivitäten informieren können. Sowohl die Stadt Neuwied, als auch ihre Kunden, als auch ihre Kollegen und Mitbewerber, als auch schlussendlich wir vom Aktionsforum würden es Ihnen danken und uns über ein wenig mehr Gemeinsamkeit freuen.
Auch hier noch mal dieser abgewandelte und letztlich mehrfach zitierte Satz des Kennedy:“Frage nicht immer, was die Stadt für Dich tun kann, frage Dich mal, was Du für die Stadt tun kannst!“

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